Fensterläden

posted am: 6 November 2017

Zum Verschließen einer Fensteröffnung sind außen oder in seltenen Fällen innen neben den Fenstern Fensterläden angebracht. Diese Läden werden in unterschiedlichen Regionen Deutschlands auch als Klappladen, Schlagladen oder Drehladen bezeichnet. In Österreich kennt man die Fensterläden unter der Bezeichnung Fensterbalken. Mehrteilige Läden werden auch Faltladen genannt, während parallel zur Gebäudefassade verschiebbare Läden als Schiebeläden gelten. Die Läden stellen eine wichtige Möglichkeit zum Verschönern der Fenster dar und tragen gleichzeitig zu deren Sicherheit als Schutzvorrichtung vor Unwettern und als Einbruchsschutz bei. 

Mit den außen angebrachten Läden können Fensteröffnungen sicher verschlossen werden und bieten dadurch einen zuverlässigen Sichtschutz. Die Läden werden in unterschiedlichen Formen und aus verschiedenen Materialien hergestellt und passen sich individuell an jede Fensterform an. Ursprünglich dienten Läden vor den Fenstern als effizienter Schutz vor verschiedenen Wettereinflüssen. Ihre Bedeutung als Witterungsschutz büßten die Läden jedoch durch die technische Verbesserung der Fensterkonstruktionen weitgehend ein. Heute erfüllen die Läden verschiedene Funktionen und sind als optischer Hingucker sehr beliebt. Zum Verdunkeln von Wohnräumen sind Läden vor den Fenstern neben Vorhängen und Rollläden die bessere Wahl. Außerdem verleihen sie der Hausfassade ein besonderes Ambiente. Läden werden in vielfältigen baulichen Formen angeboten und unterscheiden sich durch ihre Öffnungsart, der Gestaltung der Flügel und das verwendete Material voneinander. Hochwertige Läden werden heute noch von Handwerksbetrieben nach den individuellen Vorstellungen und Vorgaben der Kunden angefertigt.   

Bei vielen Hausbesitzern sind Läden mit geringfügig lichtdurchlässigen Lamellen beliebt. Die Lamellen können sich sowohl im oberen oder mittleren Bereich der Läden befinden oder auch die gesamte Fläche einnehmen. Ähnlich wie bei einem Rollo sind die Lamellen oft manuell verstellbar. Zu den am häufigsten für die Herstellung von Läden verwendeten Materialien zählen Holz, Aluminium und Kunststoff. Holzläden entsprechen dem Landhausstil und werden in der modernen Architektur oft verwendet. Mit Holzläden lassen sich Räume optimal abdunkeln. Durch die niedrige Wärmeleitfähigkeit des Holzes heizen sich die Räume zudem weniger auf als bei anderen Materialien. Als natürlicher Werkstoff bedarf Holz allerdings besonderer Pflege. Deshalb wird bei vielen Neubauten Aluminium für die Gestaltung der Läden verwendet. Aluminium-Läden haben den Vorteil, dass sie nur einen geringen Pflegeaufwand erfordern, aber besonders korrosionsbeständig und langlebig sind.   

Die Flügel von Aluminium-Läden bestehen aus Hohlkammerprofilen und werden an den Ecken zusätzlich mit Verbindungsteilen verklebt. Durch unterschiedliche Pulverbeschichtungen können Alu-Läden ebenfalls in Holzoptik gestaltet werden. Kunststoff stellt ein pflegeleichtes und gleichzeitig günstiges Material dar und erfreut sich bei der Herstellung von Läden immer größerer Beliebtheit. Da die Farbgebung durch eine Pulverbeschichtung in unterschiedlichen Farbtönen möglich ist, lassen sich Kunststoff-Läden optimal an die jeweilige Hausfassade anpassen. Zur Montage der Läden werden drei unterschiedliche Verfahren angewendet. Abhängig vom Material der Fenster und den ausgewählten Läden erfolgt die Montage am Mauerwerk unmittelbar an der Fassade, in der Fensterlaibung oder auf dem Fensterrahmen. Unabhängig von der Installationsart können die Läden von innen mit Hilfe eines Kurbelantriebs geöffnet werden. Ein vorheriges Öffnen der Fenster ist dazu nicht notwendig. Eine moderne Möglichkeit, Wohnräume zu verdunkeln, stellen die motorbetriebenen elektrischen Läden dar.

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