Der Kachelofen als wohliger Wärmespender

posted am: 11 Januar 2019

Es gibt sehr unterschiedliche Kachelöfen – verschieden in Bauweise und Funktion. Die gespeicherte, langsam abgestrahlte Wärme wird allgemein als wohltuend und gemütlich empfunden. Der Hauptzweck der Kacheln ist das Speichern der Wärme, die beim Abbrennen von Festbrennstoffen wie Holz oder Kohle entsteht. Moderne Öfen arbeiten sehr effektiv und mit dem Brennstoff Holz auch natürlich.

Holzheizungen arbeiten CO2-neutral, was bedeutet, dass nur das während des Wachstums des Baumes gespeicherte CO2 während der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Die Kombination der Nutzung von Warmluft und Speicherwärme verkürzt die Aufwärmzeit. Die Speichermasse erwärmt sich langsam und gibt dann kontinuierlich über längere Zeit Strahlungswärme ab. Warmluft erwärmt den Raum bereits während des Heizvorgangs. Als Grundofen konzipiert - das Heizmaterial wird direkt auf den Boden der Brennkammer gelegt, steht eine Speichermasse zur Verfügung, die bis zu 24 Stunden Wärme abgibt. Als Speichermaterial kommt Lehm, Ziegelstein oder Speckstein zum Einsatz. Speckstein weist eine sehr hohe Speicherkapazität auf. Dabei wird der Ofen einmalig mit Brennstoff befüllt und nach dem Abbrennen geschlossen.

Moderne Öfen können eine Glastür haben, sodass auch das Erlebnis des Feuers genossen werden kann. Die erwärmte Luft wird durch Züge am Speichermaterial vorbeigeleitet, heizt es auf. Je dicker die Ofenwand ist, umso mehr Wärme kann gespeichert werden und gleichmäßig an die Umgebung abstrahlen. Je höher der Ofen ist, desto weiter kann er die Wärme abstrahlen. Ein Kachelofen kann ganz individuell konzipiert werden, an Raum und spezielle Anforderungen angepasst. Neben der Raumerwärmung kann er backen, Wasser erwärmen, trocknen und kochen. Und es ist auch möglich, mehr als nur einen Raum zu beheizen. Meistens geht es heutzutage um die Raumerwärmung, wofür sehr schöne Modelle im Angebot sind. Es gibt Modelle mit Wärmefach, Sitzbank, Ablagen und Möglichkeiten, Holzscheite abzulegen. Die Kacheln bieten vielfältige optische Gestaltungsmöglichkeiten. Auch für die Reinigung sind sie vorteilhaft, weil einfach abzuwischen. Der Betrieb eines Kachelofens ist vom örtlichen Schornsteinfeger zu genehmigen. Bauliche Voraussetzungen müssen abgeklärt werden hinsichtlich Raumgröße und Untergrund und der Anschlussmöglichkeit an einen Schornstein.  Sind alle Fragen geklärt, das passende Modell gefunden oder individuell geplant, kann gebaut werden. 

Ein neuer Ofen soll sanft angeheizt werden. Das Holz muss vorbereitet sein, Scheitdicke und -länge dem Brennraum angepasst. Und das Brennmaterial muss trocken sein, um gut und effektiv abzubrennen. Zu einem Kachelofen, beispielsweise von Flechl Kachelofen, gehört also auch eine Möglichkeit, Holz vorzubereiten und zu lagern. Wer nicht selbst hacken und stapeln will, kann vorbereitetes Holz kaufen.  Die anfallende Asche ist bei der Verbrennung von Holz geringer als bei Kohleöfen, dennoch muss sie regelmäßig entsorgt oder kompostiert werden.  Nun ist es Zeit, sich genüsslich anzulehnen und die Wärme zu spüren.

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